Franz Bayerhops
Das spiel zu dritt
Zusammenfassung
Franz spielt mit Nino, trifft Rudy und lernt, dass es wichtig ist, seine Freunde nicht einfach stehen zu lassen, sondern gemeinsam zu spielen.
Im Wuschelwald kletterten Franz und Nino an einem dicken Baumstamm hoch. Franz mit seinen großen aufrechten Ohren und dem roten Halstuch hüpfte von Ast zu Ast. Das weiche Moos unter den Pfoten fühlte sich angenehm an, und die Blätter raschelten leise im Wind. Nino der Bär kletterte mit seinen kräftigen Pfoten hinterher. „Das macht Spaß!“, rief Nino und lachte fröhlich. Franz spürte die warme Sonne auf seinem Fell und hörte Vogelstimmen über sich.
Plötzlich trabte Rudy herbei. Das junge Pferd mit seiner bunten Regenbogenkappe blieb unter dem Baum stehen und schaute nach oben. Seine großen dunklen Augen leuchteten neugierig. „Hallo! Was macht ihr denn da?“, fragte er fröhlich und stampfte einmal mit dem Huf auf den weichen Waldboden. Er schüttelte seine helle Mähne und schnaubte leise, als ob er die frische Waldluft genießen wollte.
Franz sah Rudy und bekam leuchtende Augen. „Rudy! Komm, lass uns zusammen spielen!“, rief er. Er kletterte schnell hinunter, landete mit einem kleinen Hüpfer auf dem Moos und lief zu dem Pferd. „Nino, ich möchte jetzt lieber mit Rudy spielen“, sagte Franz und trabte mit Rudy los. Nino blieb allein am Baum sitzen und schaute ihnen nach. Die Sonne schien weiter auf die Lichtung, doch es fühlte sich plötzlich stiller an.
Nach ein paar Schritten blieb Franz stehen. Er drehte sich um und sah Nino traurig am Baum. Das fühlte sich nicht richtig an. Franz ging zurück. „Nino, es tut mir leid“, sagte er. „Ich habe dich einfach stehen lassen. Das war nicht nett.“
Rudy nickte mit seiner gelben Mähne. „Ja, das war nicht so schön. Aber wir können doch alle zusammen etwas anderes machen.“ Nino kam langsam herunter und setzte sich zu ihnen. „Ein Spiel, bei dem alle mitmachen können?“, fragte er leise. Er kratzte sich am Ohr und schaute die beiden erwartungsvoll an.
Franz überlegte einen Moment. Er schaute auf Rudys Hufe und dann auf die hohen Äste. „Rudy kann nicht auf Bäume klettern. Aber wir können ein Fangspiel am Boden spielen! Ich laufe los, ihr fangt mich, und dann ist Rudy dran.“
Die drei lachten und begannen sofort. Franz hüpfte durch das weiche Moos, Rudy trabte fröhlich hinterher und Nino lief mit großen Schritten mit. Gemeinsam rannten sie über die Lichtung, lachten laut und fielen am Ende in ein weiches Farnbeet. Es war genau das richtige Spiel für alle.
